Seit 4 1/2 Monate auf dem Pilgerweg

10. Oktober 2018

Seit mehr als zwei Wochen bin ich in Belgrad und kuriere mein Fuss. Ich habe mich an den neuen Schuh gewöhnt. Der Vorteil ist, dass ich in den überfüllten Busse immer einen Sitzplatz bekomme. Belgrad ist zu meiner 2. Heimat geworden. Ich bin hier in der Fokolar Gemeinschaft sehr gut aufgehoben. Ich bin wie zu Hause.

Letzte Woche hatte ich hohen Besuch aus der Schweiz. Meine Schwester Cristina mit ihrem Mann Woldi und Sohn Vasco kamen mich besuchen. Ich wurde für 4 Tage Reiseführerin. Es war sehr schön und ich konnte auch wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen.

Vor dem Tempel des Hl. Sava

Parlament von Belgrad

Letzte Woche durfte ich jemand von der Fokolar Gemeinschaft nach Rumänien begleiten. Nach dem Zoll auf der Hauptstrasse begegneten wir mehrere Kreuze. Ist eindrücklich.

Am Sonntag war ich ca. 3 Autostunden von Belgrad entfernt an einem Kindertreffen. Es kamen ca. 80 Kinder. Das Programm war: wie können wir die Worte des Evangeliums ins Leben umsetzen. Hier einige Bilder.

Es wurde in serbisch und ungarisch gesprochen. Die Jugendlichen der Fokolar Bewegung haben diesen eindrücklichen Tag gestaltet. Alle,auch ich sind glücklich nach Hause gefahren.

Meinem Fuss geht es soweit gut. Voraussichtlich werde ich anfangs November weiter pilgern können. Ich habe gestern mit Physiotherapie angefangen muss aber sicher noch 2 Wochen mein Fuss ruhig stellen. Wie ihr seht ist es mir gar nicht langweilig.

Diese Ruhezeit ist ein Geschenk. Jeder Augenblick ist kostbar.

Ich grüsse euch alle herzlich und Danke für eure Begleitung.

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Seit 4 Monaten auf dem Pilgerweg

Gestern Donnerstag, den 26. September 2018 waren es genau 4 Monate, dass ich von Baar losgelaufen bin. Eine lange und doch kurze Zeit. Viele wertvolle Erlebnisse,Eindrücke,Begegnungen die ich nicht missen möchte.

Letzte Woche am 19. September habe ich das schöne Kloster in Zica verlassen und bin teilweise auf der Nationalstrasse Richtung Süden gelaufen. Ich musste auch über eine alte Hängebrücke gehen,die schön geschaukelt hat.

Nach ca. 20 km bin ich zu einem Restaurant gekommen. Es gab sonst nichts in diesem schmalen Tal. Ich hatte keine Übernachtungsmöglichkeit. Was tun? Die Wirtin hatte Mitleid mit mir. Im Gebäude neben an konnte ich zwischen Spinnennetzen und Gerümpel auf einem Sofa übernachten. Ich war sehr dankbar.

Als ich mein Abendessen und Frühstück bezahlen wollte winkte die Wirtin ab. So viele liebe Leute.

Am Donnerstag lief ich für 22 km weiter auf der Nationalstrasse zum Männer Kloster Sudonica. Es war keine einfache Strasse viele Lastwagen, Cars,Autos und sogar Schweizer Postauto.

Ich blieb 2 Nächte in diesem schönen orthodoxen Kloster mit sehr alten Fresken.

Es hatte sehr viele Leute da gerade ein Dorffest war.

Mein Fuss schmerzte immer mehr trotz Salben und Schmerzmittel.

So bin ich am Samstag mit dem Bus nach Belgrad zurückgefahren gute 200 km. Und kann in der Fokolar Gemeinschaft wohnen.

Gestern Mittwoch, hat man festgestellt, dass ich ein Erschöpfungsbruch am Mittelfussknochen neben dem kleinen Zehen gemacht habe.

Die Schmerzen hatten angefangen als ich mehr als 6 Stunden auf die Nationalstraße gelaufen bin, am Seitenrand mit Schräglage und dann noch meine Wanderschuhe, die leider vom Schuhmacher nicht anatomisch geflickt worden sind, hat diesen Bruch gefördert. Es ist nichts schlimmes es braucht einfach Zeit. Für drei Wochen habe ich einen neuen Wanderschuh. Ich hoffe, dass ich nachher weiter pilgern kann.

Alles hat einen Sinn. Ich glaube daran.

Es ist ein Geschenk und ich bin sehr dankbar,dass ich hier bei so lieben Leute sein darf die ich bereits schon von meinem ersten Aufenthalt kenne. Ich fühle mich wie zu Hause.

Meine neuen „Wanderschuhen“

Meine neuen „Wanderstöcke“

119. Pilgertag

Mittwoch, 19.September 2018

Am Samstag durfte ich bei der freundlichen orthodoxen Priesterfamilie übernachten. Ganz herzlichen Dank auch für die feinen Trauben. Eine wunderschöne orthodoxe Kirche in Samaila Serbien.

Sonntag und Montag war ich in Zica in grössten Orthodoxe Frauenkloster. Ein wunderschöner Ort der Friede ausstrahlt.

Ich wurde herzlich Empfangen. Es leben 35 Nonnen hier und 4 Novizen. Sie strahlen eine grosse Freude und Liebe aus. Einige sprechen auch englisch.

In meinem Zimmer fand ich vor siehe Foto. Ich war bewegt von so einer feinen Liebe.

Ich habe an ihren Gebete teilgenommen. Es ist sehr eindrücklich. Es ist das erste mal,dass ich an die Liturgie der Syrisch Orthodoxen Kirche mitgebetet habe. Einiges war schon ein wenig fremd. Mir kam den Gedanken in den Sinn den ich einmal gehört habe: liebe die andere Kirche wie die eigene. Dies half mir mein Herz zu öffnen und die Schönheit dieser Kirche zu entdecken.

Gestern war mein Ruhetag. Ca. 15 Schwestern rüsteten Peperoni für den Winter,auch die Äbtissin half mit. Eine grosse Familie wo alle gleich sind. Ich durfte auch mithelfen. Leider konnte ich keine Foto von den Schwestern machen.

Die Frau neben mir ist von Indonesien und bleibt für einige Zeit im Kloster.

Heute morgen brachte eine Schwester mir noch Kaffee etc. so viel Liebe

Als ich für meinen Aufenthalt bezahlen wollte winkte sie bestimmt ab und sagte dies sei die Gastfreundschaft des Klosters.

Ich versprach für alle zu beten.

Ich zündete noch eine Kerze an und machte mich mit frohen Herzen auf den Weg. Ich kann Gott nur Danke sagen für so viel Liebe.

114. Pilgertag

Sonntag, 16.September 2018

Nun bin ich wieder Schritt für Schritt auf dem Weg nach Jerusalem. Heute ist ein besonderer Tag. 2000 km habe ich hinter mir. Es scheint mir eine Ewigkeit. Ich bin Dankbar für jeden Tag. Ich bin nun 200 km nach Belgrad in einem kleinen Dorf Samaila. Ich kann im orthodoxen Pfarrhaus übernachten bei sehr lieben Leuten. Ich bekam sogar einen Stempel in meinem Pilgerpass. Danke.

Es gab Tage da lief ich auf der stark befahrene Strassen mit vielen Lastwagen. Kein Vergnügen aber es gehört auch zum Pilgern. Manchmal wird gehupt. Jedesmal zucke ich zusammen,doch in der Zwischenzeit sehe ich dies auch als „Begegnung „und grüsse zurück.

Eine Tagesetappe war wunderschön Natur pur,wie im Jura Schweiz.

In einem kleinen Dorf wurde ich von einer lieben Verkäuferin zum Schlafen eingeladen. Ihre Schwiegermutter kochte gefüllte Peperoni. Vielen herzlichen Dank.

Habe in Čačak in der 7.grössten Stadt von Serbien in einer wunderschönen Jugendherberge übernachtet.

Es war interessant dem Nachtleben der Kleinen zuzuschauen.

Meinem Knie geht es zum Glück viel besser muss aber Sorge tragen. Gehe jeden Tag um die 20 km und nicht mehr.

Ich grüsse euch alle ganz herzlich.

In ca. 11 Tage bin ich in Pristina.

109. Pilgertag

Dienstag, 11.September 2018

Gestern bin ich mit meinem Rucksack losgelaufen. Zwei Tagesetappen ab Belgrad habe ich vorher nur mit meinem kleinen Rucksack gemacht und bin dann wieder mit dem Bus nach Belgrad zurückgefahren.

Alles ging gut. Am Abend hatte ich einwenig Muskelkater. So schnell ist man wieder aus der Übung. Im kleinen Dorf fand ich keine Übernachtung und so bin 8 km mit dem Bus in die schöne Kleinstadt Lazarevao gefahren. Heute bin ich dann mit dem Bus wieder zurückgefahren. Er hilt im Dorf nicht an. Ich rief stopp. Alles ging sehr schnell und ich stand auf der Strasse. Erst später merkte ich dass ich mein kleiner leichter Rucksack im Bus vergessen habe,mit meinem schönen leichten,aber warmen Pullover. Am Busbahnhof hat eine junge Angestellte viele Telefonate gemacht,aber ohne Erfolg.Ich habe auch verschiedene Busse abgewartet. Adieu auf nimmer wiedersehen!

Ein Gedanke ging mir durch den Kopf. Alles ist vergänglich, hänge an nichts auch nicht an deinen Rucksack mit Inhalt.

Ich hatte Glück ich fand im Sportgeschäft ein Pullover. Es gab nur 2 Sorten da es hier immer noch 30 Grad Celsius warm ist.

In ca. 18 Tage werde ich in Pristina sein. Ich freue mich auf die vielen orthodoxen Klöster.

107. Pilgertag

Nach 14. Tage Ruhepause in Belgrad geht es Morgen Montag den 10. September nun weiter. Mein Knie hat sich beruhigt. Ich werde die erste Zeit nicht mehr als 20 km pro Tag gehen. Ich habe Belgrad richtig lieb bekommen. Trotz den 1,7 Millionen Einwohner ist sie eine ruhige Stadt. Auch hier sind die Leute sehr freundlich und hilfsbereit.

Es ist ein grosses Geschenk,dass ich mit so lieben Leiten zusammen leben durfte. Es war ein Auftanken an Leib und Seele. Danke von Herzen. Ich nehme jede einzelne mit auf meine Reise.

Welch eine Überraschung. Ein Stück Heimat ist hier in Belgrad ,die Basler Tram mit der Aufschrift: „die Schweiz und die Stadt Basel grüssen Belgrad „.Welch eine Freude. Ich bin in Basel ,wo ich aufgewachsen bin, mit diese Tram gefahren und jetzt hier in Belgrad.

Die Welt ist klein.

Hier nun noch einige Bilder von Belgrad.

Auf Wiedersehen Belgrad.